mehr darüber bei BILD….
Archiv für November 2007
Licht aus!
Veröffentlicht 30. November 2007 Soziales , annika poloczek Hinterlasse einen KommentarTags: BILD, Greenpeace, Klimaaktion, Klimaschutz, WWF
Wo gehn all die Spenden hin?
Veröffentlicht 29. November 2007 Soziales , annika poloczek 1 KommentarTags: Frankfurter Rundschau, Spenden, UNICEF
Die Frage stellt sich wohl nicht erst seit gestern der eine oder andere.
In sämtlichen Medien war vom Skandal um Unicef zu lesen und zu hören. Dass man als freier Mitarbeiter im gemeinnützigen Sektor einen Tagessatz von bis zu 800 Euro bekommen kann hat mich allerdings auch erstaunt.
Glückwunsch UNICEF! Von den Spendensummen die demnach bei Euch jährlich zusammen kommen, können wir bislang nur träumen. Dafür zwacken wir von den Spenden, die über betterplace.org laufen aber wenigstens nix ab….
Sind wir vergleichbar?
Veröffentlicht 28. November 2007 Entwicklung , Soziales , annika poloczek , betterplace.org 1 KommentarTags: betterplace, chipin, kaioo, kiva, microcredits, social network, utopia
Von Unternehmen schwappt die große Welle sozialen Engagements jetzt auf die breite Masse der Bevölkerung über. Blogs, Websites und Netzwerke sozialen Inhalts schießen geradezu aus dem Boden. Und dabei gehen Spenden und der deutsche Ökotrend Hand in Hand.
Wer ökologisch denkt und sozial handelt ist hip: das beste Beispiel liefert Utopia. Auf der Seite heißt es „wir verbinden Profit und Non-Profit-Ziele und treten den Beweis an, dass gute Geschäfte und gutes Gewissen sich nicht ausschließen.“ Bei Utopia kann man etwa ökologisch unbedenkliche Babywindeln raten – zu finden im Produkt-Guide der Seite auf den Utopia unter „Kauf dir eine bessere Welt“ zum Stöbern einlädt.
Kauf dir eine bessere Welt? Das Motto „bessere Welt“ wird momentan von all denen aufgegriffen, die sich irgendwie mit Social Giving, Spenden und Öko beschäftigen…..Weswegen wir nicht gleich anfangen, darüber nachzudenken unseren Namen zu ändern. Aber es wird gefragt – viel gefragt: Ob wir vergleibar sind, mit kaioo beispielsweise, das gerade als „erstes echtes Soziales Social Network“ an den Start gegangen ist. Oder mit chipin oder gar kiva??
Glücklicherweise konnten wir feststellen, dass betterplace mit keiner dieser Seiten vergleichbar ist. Denn bei uns soll nicht geflirtet werden – hier werden keine losen Bekanntschaften geschlossen, bei betterplace bilden sich Netzwerke über Vertrauen, der interne Austausch bezieht sich auf soziale Themen. Bei betterplace kann man auch kein Geld für private Zwecke sammeln – das geht nur, wenn das Anliegen ein soziales ist. Und hier werden auch keine microcredits vergeben, wie bei kiva.Gespendet wird bei uns uneigennützig – wer Geld gibt, erwartet nicht, es irgendwann zurück zu bekommen. Was man bei betterplace jedoch zurückbekommt, ist direktes Feedback und das gute Gefühl zu wissen, dass das Geld tatsächlich beim Empfänger ankommt….
Bitte nicht einwandern
Veröffentlicht 28. November 2007 Soziales , aishah el muntasser Hinterlasse einen KommentarTags: einwandern, illegale immigranten, kampagne, migration
Es gibt auch gute Gründe, sich von der Arbeit ablenken zu lassen. Heute morgen war es eine von der Schweiz und der EU mit finanzierte „Aufklärungs-“Kampagne, die sich an Afrikaner richtet – mit der Warnung, nicht alles zu glauben, was man über das „gelobte Land“ hört. Danke Hannelore und Christian für diese Ablenkung! Ohne Worte: der Clip auf YouTube. Aber vielleicht sollte man da doch lieber nochmal drüber reden…
3 Gründe nicht zu spenden.
Veröffentlicht 26. November 2007 Entwicklung , Projekte , Soziales , betterplace.org , till behnke Hinterlasse einen KommentarTags: konzept, gründe, transparenz, funktionalität
Antrieb für das Konzept von betterplace war unter Anderem die persönlichen Erfahrungen mit dem Spenden, die viele von uns befragte Menschen teilen, und die auch in vielen Umfragen bestätigt wird.
Gerade jüngere Generationen sind nicht zufrieden mit den klassischen Wegen des Spendens und dei Möglichkeiten des sozialen Engagement sprechen sie nicht an. Ohne die konkrete Erfahrung extremer Armut, hätten womöglich auch wir die gleichen drei Gründe genannt, warum wir nichts tun:
- Ich bin dem richtigen Projekt noch nicht begegnet, habe noch keine Möglichkeit gesehen etwas mit den Mitteln, die ich habe sinnvoll zu unterstützen
- Zu viel meiner Spendegeht unterwegs verlore, zu wenig kommt erreicht ihr Ziel
- Es gibt keinen direkten Kontakt mit den Menschen, die ich unterstütze und ich kann nicht miterleben, was für einen Unterschied mein Beitrag macht
Von Anfang an war es unser Ziel, diesen Argumenten die Grundlage zu entziehen. Schaut euch an, was wir bis jetzt draus gemacht haben und sagt uns, ob es die richtige Richtung ist, bei der jeder:
- selbst entscheiden kann, welches Projekt er wie unterstützen möchte
- weiss, daß von betterplace 100% weitergegeben wird
- von den Menschen vor Ort direkte Rückmeldung bekommt, wie die Unterstützung eingesetzt wird
Wir werden noch viele neue Möglichkeiten und Funktionen bei betterplace einbauen und freuen uns immer über Rückmeldungen und Vorschläge. In den nächsten Tagen werden wir einen Ausblick auf die nächsten Funktionen geben… Spenden per Kreditkarte und Lastschrift ist auf jeden Fall dabei.
betterplace junior singt
Veröffentlicht 17. November 2007 betterplace-junior , joana breidenbach 1 KommentarAls Vorbereitung für unseren betterplace junior Stand auf dem Weihnachtsmarkt Berlin Kollwitzplatz am 16. Dezember haben wir damit angefangen einige wunderbare betterplace Produkte zu entwerfen. Während Sibylle und Renée, unterstützt von unseren Designpartnern von PULK, T-Shirts, USB-Sticks, Postkarten usw. entwickeln – natürlich alle mit dem betterplace Logo – haben sich die Juniors mit Hanna-L. Wiesener, einer jungen Designstudentin von der Universität der Künste in Berlin getroffen, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Magdalena Kohler eine Methode entwickelt hat, Stimmmuster in Strickmuster zu konvertieren. Für betterplace werden die Designerinnen einen Schal und Armstulpen produzieren. Um nun ein charakteristisches betterplace-Muster zu erzeugen nahm Hanna mit den Jugendlichen einen Song auf und wird die Strickmaschine auf diese Aufnahme programmieren. Philipp war der Leadsänger, die anderen stimmten in den Refrain ein – und hatten ziemlich viel Spaß. Wer wissen will, welches Lied in Wolle verstrickt wird, der besucht uns am besten auf dem Adventsmarkt am Kollwitzplatz am 16. Dezember 2007.
betterplace ist online!!
Veröffentlicht 16. November 2007 annika poloczek , betterplace.org , team news Hinterlasse einen KommentarZwar fehlen noch einige kleine Details und das Knabenzimmer ist nach wie vor fleißig am Programmieren, aber herzeigen lässt sich die Seite schon auf jeden Fall!
Jetzt steht Networking auf der Tagesordnung, damit wir für unsere Idee viele Freunde gewinnen. Aishah und ich haben das Vorhaben gleich in die Tat umgesetzt und uns Samstag unter’s Startup-Gründer-Blogger-Volk gemischt. Lukasz’s Party war der perfekte Anlass um sie alle zu treffen – von spreadshirt (na klar) über dawanda bis zu mymuesli waren sie alle da. Danke nochmal an Lukazs für die vielen köstlichen Häppchen und das Überangebot an Spirituosen!
Den Kater am Sonntag habe ich für die positiven Nachwirkungen des Abends gerne in Kauf genommen. Denn Anfang der Woche ging es gleich los mit den Berichten über uns. Mit Jan von der Gründerszene hatte Aishah sich wohl zwischen Buffett und DJ Pult ganz gut verstanden. Dienstag kam direkt das Feedback – er scheint sie verstanden zu haben, Aishah und natürlich die „Idee betterplace“. Auch Markus Spath von blognation nahm sich unserer Seite an und hat seinen Eintrag mit vielen bunten screenshots bebildert. Burkhart Schneider von best-practice wünschte uns viel Glück. Und Patrick Breitenbach vom werbeblogger startete sogar einen euphorischen Aufruf für kostenlose Beratung . Wir sind gespannt, ob sich jemand meldet.
Unser Fazit: Freude! Schöner hätten sie alle nicht über uns schreiben können. Hoffentlich geht es so positiv weiter!
Vor ein paar Tagen schickte Samir, unser Software Architekt, im Team einen Artikel herum, dem zufolge nicht einmal vier Prozent der Bewohner Afrikas derzeit über einen Breitband-Internetanschluss verfügt. Auch wir wissen aus der Korrespondenz mit unseren Projektverantwortlichen z.B. in Ostafrika, wie mühsam für viele von ihnen der Zugang zum Internet sein kann. Aber außer fehlenden oder langsamen Leitungen und Stromausfällen gibt es noch ganz andere, nicht-technische Hürden.
Vor kurzem las ich eine Studie im Auftrag des britischen Department of International Development (momentan leider nicht online verfügbar), die den Beitrag moderner Informationstechnologien für ressourcenarme Länder (in diesem Fall Jamaika, Indien, Ghana und Südafrika) untersucht. Die Ergebnisse sind in vielerlei Hinsicht kontraintuitiv und faszinierend, besonders beeindruckt hat mich jedoch, dass das, was „wir“ im Westen als das Internet ansehen, in anderen Ländern oft völlig anders verstanden und genutzt wird.
So fanden die Ethnologen während ihres einjährigen Augfenthalts in Ghana heraus, das kein einziger der vielen jungen Leute, die in einem Slum in Accra die Internetcafés frequentieren, jemals eine Website aufrief. Statt dessen bewegten sich die Ghanaer stundenlang in Chatrooms und tauschten mit völlig unbekannten Menschen in der ganzen Welt immer wieder die Textzeilen – Woher kommst Du? Wie alt bist Du? Was machst Du? – aus. Asma, eine 14jährige Schülerin hatte zeitgleich ein Dutzend verschiedene Chatfenster geöffnet, zwischen denen sie hin- und herpendelte. „Sie schien davon auszugehen, dass diese flüchtigen Beziehungen zu unbekannten Ausländern einen Wert an sich hatten.“ Obwohl Asma eine gute Schülerin war, wusste sie nicht mal, dass es so etwas wie Websites gab.
Da jedoch der Großteil der staatlichen Informationspolitik in Ghana über Websites läuft und millionenschwere Entwicklungskredite für die Anschaffung von Computern und Hardware ausgegeben werden, tut sich eine riesige Kluft auf, die nur – so die Empfehlungen der Autoren – durch einen völlig neuen Schwerpunkt auf „weichen“ Computerkenntnissen ausgeglichen werden kann, der den realen gesellschaftlichen Kontext der Nutzer einbezieht.
Für betterplace bedeuten solche Studien, dass wir nicht von einem abstrakten „Nutzer“ ausgehen wollen und dürfen, sondern uns sehr genau in die Situation der Menschen, denen wir auf der Plattform begegnen und dir wir für sie gewinnen wollen, hineinversetzen müssen. Das ist eine gewaltige Herausforderung, da wir sehr unterschiedliche Gruppen in höchst unterschiedlichen Kulturkreisen ansprechen. Ich glaube, wir können dies nur schaffen, wenn wir zum einen qualitative Studien wie die oben genannte in unsere Arbeit einfließen lassen, zum anderen aber den engen Dialog mit den Projektverantwortlichen auf der ganzen Welt suchen, die ihre Projekte bei betterplace einstellen. Genau damit haben wir schon begonnen und für mich ganz persönlich ist dieser Austauch und die vielen großen und kleinen Aha-Momente, die er mit sich bringt, mit das Spannendste an der Arbeit bei betterplace.

