Nicht dass es im Regierungsviertel langweilig gewesen wäre. Auf der Wilhelmstraße war immer was los, Polizei, Vollsperrungen, Sirenen, Blaulicht. Und immer mal wieder ein Konvoi von dicken Autos mit verdunkelten Scheiben. Dazu massenhaft Touristen in Doppeldeckerbussen und Touristen zu Fuß, und Schulklassen, die entweder zur Friedrichstraße oder zum Reichstag unterwegs waren. Manchmal waren die Fahnen dort auf Halbmast, so dass man, auf dem Weg zum Mittagessen, immer sofort die offizielle Stimmung ablesen konnte. Was das Essen betraf, landete man meistens beim Thai in der Luisenstraße, viele Optionen gab es nicht. Einige von uns entwickelten eine gefährliche Abhängigkeit von Butter Lindner Produkten (insbesondere Johannisbeerschnecken und Franzbrötchen). Viel zu spät haben wir erst das City Casino in der Dorotheenstraße kennen gelernt – der Name ist etwas irreführend, Roulette wird da nicht gespielt, es ist eher sowas wie die Polizeikantine.
Auch in der Humboldt Viadrina School of Governance, die uns insgesamt 7 1/2 Monate beherbergt hat, war einiges geboten. Peter Eigen (Transparency International) und Gesine Schwan wachen über die School und empfangen als Gastgeber schon mal Persönlichkeiten wie Kofi Annan – den wir leider verpasst haben – oder Prinz El Hassan Bin Talal von Jordanien. Letzterer kam samt Prinzessin Sarvath, die ebenso interessiert, gebildet und engagiert ist wie der Prinz (und zudem den schwarzen Gürtel in Taekwondo hat), Entourage und Sicherheitsleuten spontan vorbei. Mangels anderer Lösung wurde ich kurzfristig als „Fotografin“ akkreditiert und hatte die Ehre, Seine Königliche Hoheit zu fotografieren. Das war einigermaßen aufregend.
Jetzt also Kreuzberg. betterplace im Kiez, das hat was. Wenn ich ein kleines bischen aufstehe, dann sehe ich die Skulptur mit den drei großen Metallmännern in der Spree, den Kanal und die Schleuse, das Badeschiff und eine große Baustelle direkt gegenüber – rund um das Schlesische Tor, die Oberbaumbrücke und das Arena-Gelände passiert sehr viel zur Zeit. Das Büro besteht hauptsächlich aus einem wunderschönen Raum (endlich sitzen wir alle in einem Boot, sozusagen), der so groß ist, dass wir hier eine Skaterampe reinstellen könnten. Weil wir im fünften Stock sitzen und der Aufzug bestellt (und bezahlt) werden muss, ist der Frühsport inklusive. Da muss man auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man mittags zum Beispiel im Esszimmer von Heinz Minki eine Riesenportion Penne Quattro Formaggi und hinterher noch einen Brownie oder irgendeinen anderen Süßkram verdrückt.
So interessant die Zeit in der School auch war (vor allem Marion Schulze, Cosima, Jutta und Hausmeister Holger & Co haben betterplace sehr unterstützt, danke dafür!) – es ist einfach wundervoll, dass wir jetzt hier sind. Vor allem ist es eine Riesenmotivation!




Ich wünsche Euch alles Gute in der neuen Location. Habe viel zu spät gemerkt, daß wir quasi Nachbarn sind.
Freue mich für Euch, mit Euch über das neue Domizil.
Es soll Eurer guten Sache Glück bringen! inga
hört sich ja gut an, denn kreuzberg paßt ja irgendwie besser zu betterplace. Alles gute und ich würde euch bei meinem nächsten berlinaufenthalt gerne besuchen, wenn man nur auch eure adresse wüßte.
karl-horst
hallo karl-horst, vielen dank, wir fühlen uns sehr wohl in kreuzberg!
so kannst du uns erreichen:
betterplace
Schlesische Str. 26
10997 Berlin
Telefon +49 30 69 53 54 53
aishah
inga und daniel, ebenfalls ein herzliches dankeschön für die guten wünsche!
Ja – da ist Betterplace in der Nachbarschaft zu einigen Usern gezogen. Die Oberbaumbrücke überqueren Richtung F-Hain und dann ist es nicht mehr weit bis in den anderen Kiez – willkommen auf einen Streifzug durch F-Hain…. Adina H.