
Natürlich war es keines dieser Charity-Dinner, bei denen schon an der Türschwelle jedem Gast Überweisungsträger in die Hand gedrückt werden, sondern ein gemütliches Zusammentreffen spannender Menschen, die betterplace einfach gut finden. Sicher, unser Ziel war es, diese Menschen voll und ganz zu begeistern, und bei dem einen oder anderen Gast hat das auch geklappt.
Benito kochte ein köstliches Menü, auch der Wein schmeckte. Dazu gab es heiße Diskussionen über Vertrauensbildung auf der Plattform.
Und wieder kamen die alten Fragen auf: Müssen wir mit großen Organisationen wie Unicef zusammenarbeiten, um Erfolg zu haben? Können wir ein offener Marktplatz sein, oder brauchen wir strenge Qualitätskriterien für die Projekte, die sich auf der Plattform registrieren? Brauchen wir selbst ein Spendensiegel?
Sicher ist: Nur etwa 0,1% der Hilfsorganisationen in Deutschland haben das dzi Spendensiegel. Den übrigen 99%,9, genauso wie den tausenden von Grassroots Projekten weltweit wollen wir mit betterplace einen Kanal bieten, Spenden zu sammeln. Darum ist betterplace ein offener Marktplatz, auf dem jedes der registrierten Projekte für seinen Erfolg letzlich selbst verantwortlich ist. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Netzwerke auf die Plattform zu holen, die hier schnell und einfach helfen können.
Darum spendet man auf betterplace auch nur an Projekte, die man kennt, bzw deren Projektverantwortliche oder Fürsprecher man kennt. Und derjenige, der nur dem Spendensiegel traut, der spendet eben an Projekte der großen, „etablierten“ Organisationen wie dem Deutsche Kinderhilfswerk oder Care, die sich ebenso wie die Kleinen dazu verpflichten, 100% der Spenden, die sie über betterplace erhalten, für die von ihnen angegebenen Bedarfe auszugeben. Ein denkbar einfaches Prinzip.
Fazit: Ein gelungener Abend, der uns viele Denkanstöße gegeben hat. Und die heißen Diskussionen bestätigten uns, dass betterplace die Gemüter bewegt und unsere Idee keinem egal ist.