Dieses Blog ist umgezogen.

Unser Blog ist umgezogen und nun besser in die betterplace.org-Plattform integriert. Die neue URL lautet:
http://blog.betterplace.org/de/

Diese Seiten werden nicht weiter gepflegt.

Osterzeit=Urlaubszeit.

Natürlich nicht für uns. Aber für alle, die es ein paar Tage weg zieht aus ihrem Büro haben wir folgenden Tipp: Einfach in die automatische „Out of Office-Reply“-Mail nach „…in dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an XY“ hinzufügen: „Apropos „dringend“: Dringend sollten wir auch zusammen die Welt verbessern, ich lade Sie dazu ein – http://www.betterplace.org“ einfügen.

Schon wieder haben Sie ein kleines bisschen Gutes getan. Und wenn der Chef über Ihr Querulantentum bzgl. der „Out of Office-Reply“-Mail-Corporate Identity meckern sollte, zeigen Sie ihm einfach, wie auch er als Unternehmenschef betterplace.org nutzen kann. Indem das Unternehmen sein soziales Engagement transparent und partizipativ über betterplace.org kommuniziert (http://de.betterplace.org/companies). Anschließend wird er nur noch darüber meckern, dass er betterplace.org noch nicht früher kennengelernt hat. Frohe Ostern – und schönen Urlaub!

Unser Team(-foto)

Lange hat’s gedauert, endlich haben wir es hingekriegt: Beinahe alle Teammitglieder auf einem einzigen Foto zu vereinen – von der „Teilzeitkraft“ über die ehrenamtlichen Mitarbeiter bis hin zum Geschäftsführer. Hier ist es:

teamfoto2

Mancher war zwar an dem Tag etwas krank (Till=weiß), manche ein bisschen müde und andere haben beim Auslösen etwas doof geguckt. Aber alles in allem sind wir zufrieden. (Vielen Dank auch an die Fotografin Tina!)

Hier die Namen der Abgelichteten von links hinten nach links vorne (quasi im Uhrzeigersinn): Angela Ullrich, Michael Tuchen, Stephan Breidenbach, Hans-Jürgen Cramer (sowohl für Stephan als auch für Hans-Jürgen gilt: Das leichte grau in der Haarfarbe kommt nur durch das gleißende Licht aus dem Dachfenster), Stephan Schwahlen, Matthias Pries, Jörg Rheinboldt, Axel Kuzmik, Sean Buttinger (muss uns noch mal in Ruhe erklären, was da auf seinem T-Shirt drauf ist), Josefina Petrus, Till Behnke, Yvonne Andreas, Anja Kalb, Joana Breidenbach, Moritz Eckert, Renée Fetscher, Christian Illner. Leider fehlen auf dem Bild: Guya Merkle, Line Hadsbjerg und Bodo Sieber.

Tag zur Abschaffung der Todesstrafe

 

calvin-washington

CALVIN WASHINGTON
C&E Motel, Room No. 24, Waco, Texas
Where an informant claimed to have heard Washington confess
Served 13 years of a Life sentence for capital murder

Heute – am 1. März – wird der Tag zur Abschaffung der Todesstrafe begangen. Und kurz bevor er (in Europa) endet, möchte ich eine Initiative vorstellen, die mich wirklich bewegt – The Innocence Project.

1992 gegründet, von einem Juraprofessor an der Cardozo Law School in NYC, kümmert sie sich um die Aufklärung von Justizirrtümern. 5 Anwälte und an die 20 Jurstudenten arbeiten pro bon für z.T. zum Tode verurteilte amerikanisch Gefängnisinsassen. Oft helfen nachträgliche DNA-Analysen, die zum Zeitpunkt der Verurteilung noch nicht verfügbar waren, Unschuldige zu ermitteln. Mittlerweile konnte die Unschuld von über 200 Menschen, davon 15 zur Todesstrafe verurteilte, bewiesen werden. Im Durchschnitt verloren die Gefangenen 12 Jahre ihre Lebens, bevor sie rehabilitiert wurden. 

Eindrucksvoll hat die amerikanische Photographin Taryn Simon die fälschlich zum Tode verurteilten, rehabilitierten Opfer dokumentiert – darunter auch den oben abgebildeten Calvin.

Server down? Engagement hoch!

Wir möchten Webseitenbetreiber nicht auffordern, ihre Server öfters mal stehen zu lassen. Aber falls eine Online-Plattform wegen Wartungsarbeiten vorrübergehend vom Netz genommen wird, kann der Administrator zukünftig seinen Besuchern die Möglichkeit geben, in der Zwischenzeit bei betterplace.org etwas Gutes zu tun. Einfach den folgenden Banner schalten:

server-down-betterplace_4801

Und natürlich kann man den Banner auch direkt auf das jeweilige Unternehmensprofil bei betterplace.org verlinken. Die Grafik kann man hier herunterladen.

Nachtrag: Danke an dieser Stelle auch nochmal an imageloop, die bei Downtimes ihre Slideshow mit betterplace-Projektbildern geschaltet haben. So sind wir auf die Idee gekommen hieraus ein aktives Konzept zu machen🙂

Ist Social Media Fundraising gefährlich?

Ein Beitrag auf Social Edge beschäftigt sich mit dem Thema Issue Fatigue, dem Overkill an Möglichkeiten Gutes zu tun. Je bewußter wir uns den drängenden sozialen und ökologischen Problemen sind, desto weniger scheinen wir bereit, etwas dagegen zu tun. 

Wer ist schuld?

–  Die Krise: Fundraising hat seinen niedrigsten Stand seit 10 Jahren erreicht (in den USA erklären 93% der Fundraiser, dass die Wirtschaftskrise sich negativ auf ihre Arbeit auswirkt). Es gibt weniger Geld und mehr Bedürftige.

– Die Konkurrenz: immer mehr neue nonprofit Organisationen werden gegründet, bei gleichbleibendem Spendenaufkommen.

– Das Internet. Die Autoren verweisen auf Hildy Gottlieb, Presidentin des Community-Driven Institute, die in ihrem blog argumentiert, dass Social Media Fundraising

a) nicht nachhaltig ist
b) punktuelle Schwächen ausgleicht ohne systemischen Wandel zu bewirken

und damit:

c) einer besseren Zukunft im Wege steht.

Harte Worte für Plattformen wie kiva.org, facebook und twitter Kampagnen. 

2 Anekdoten

Gottlieb vergleicht 2 Ansätze sozialen Handelns anhand zweier Geschichten: 

The first is the Starfish Story – the one where the boy is on a shoreline surrounded by beached starfish, where he is throwing a starfish at a time back into the sea. When asked what difference his actions can possibly make, given all the other starfish that remain, he replies, “It will make a difference to this one.”

The second is the story of the guy who is driving near a river, when he suddenly sees that the river is teeming with babies, floating along in baskets. There is a swarm of people gathered, pulling those babies out of the river. As he starts to drive away, an indignant baby-saver screams, “Hey, you selfish SOB, we need all the help we can get! Where do you think you’re going?” To which the guy replies, “I’m going up the river, to stop whoever is putting the babies IN the water.”

Ihr Fazit: einzelne Probleme beseitigen lenkt ab vom größeren Ganzen, d.h. den strukturellen, systemischen Veränderungen. 

Aber, handelt es sich dabei wirklich um eine Entweder/Oder Entscheidung? Wie viele Menschen haben in ihrem Lebensumfeld die Chance die WTO Verhandlungen zu beeinflussen, die zu faireren Handelskonditionen führen könnten?

Und muß nicht jeder für sich selbst entscheiden, wo er den Hebel sieht, um die Welt lebenswerter zu machen? Was es dazu bedarf sind meines Erachtens eine breite Auswahl an sozialen Projekten (einen Marktplatz, wie wir ihn aufbauen) und das notwendige Wissen darüber, mit welchen Hebeln man was bewirken kann (dazu versucht dieser blog immer mal wieder das eine oder andere beizutragen).

Inzwischen wurde betterplace.org ja schon in so manchem Medium erwähnt

Aber eben noch nicht in allen:

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Deshalb: nicht zurücklehnen!