Archiv für September 2007

„Kann ich heute schon die Welt retten oder muss ich noch bis morgen warten?“

Tagtäglich werden wir gefragt, was man denn auf betterplace schon so machen könne. „Kann ich dem einen Projekt in Bolivien, das das auf der Startseite angezeigt wird, schon Geld spenden?“, „Ich kenne diesen Peter auf der Plattform, wie kann ich mich mit dem alten Haus verknüpfen?“, „Berlin im Herbst ist schrecklich, wo kann ich nächsten Monat volunteern?“, „Warum kann man ein Foto, das man als User auf betterplace hochgeladen hat, noch nicht um 90 Grad nach links drehen?“, „Kann ich heute schon die Welt retten oder muss ich noch bis morgen warten?“. FAQs – Frenetically Asked Questions.

Kurze Antwort: Man kann auf betterplace schon ganz schön viel – zumindest wenn man zum erlauchten Kreis der von uns schon vor dem offiziellen Start Eingeladenen gehört. Nicht dabei? Dann kommt hier eine spontane Liste, der Dinge die auf betterplace bereits möglich sind. Dazu die Liste mit dem, das in nächster Zeit dazu kommen wird. Um entsprechende Fragen vorzubeugen: Beide Listen sind nicht vollständig.

Was man auf betterplace schon machen kann:
Sich als Eingeladener anmelden, Fotos hochladen (ich wiederhole, liebe jetzt schon Eingeladenen: man kann schon Fotos hochladen!), alles mögliche Kommentieren, Blogs schreiben, die Projektliste nach verschiedenen Kriterien filtern, Projekte suchen, Projekte hinzufügen, Organisationen und Unternehmen registrieren, intern Nachrichten verschicken, die Welt verändern.

Was man auf betterplace noch nicht machen kann:
Sich mit anderen Benutzern verknüpfen, zu Gruppen zusammenschließen, Projekte konkret unterstützen, die Verbindungskette von sich zu einem Projekt nachverfolgen, Wissen austauschen, eine Watchlist anlegen, auf dem man den Fortschritt seiner Lieblingsprojekte auf einen Blick beobachten kann, Projekte per Rating bewerten, Videos einbinden, sich als Produktmanager schon zufrieden fühlen.

Zurück zur Arbeit.

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gourmet jour fixe

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betterplace möchte Menschen weltweit dabei unterstützen ihr Leben zu verbessern. Gestern kamen wir selbst in den Genuss unterstützt zu werden: mit einem köstlichen Mittagessen, welches Lui, eine Freundin von uns, zu unserem wöchentlichen jour fixe vorbereitet hatte.

Hier noch ein kleines Gespräch mit der wunderbaren Köchin:

Joana: wie kamst Du darauf, für uns zu kochen?

Lui: ich finde die Idee von betterplace unheimlich gut. Besonders gefällt mir, dass man nicht anonym bleibt, sondern dass Menschen sich über die Plattform kennen lernen können und man auch mit kleinen Dingen schon etwas bewirken kann. Schon mit 50 Euro kann ich einen Beitrag leisten und direkt helfen. Mich macht es glücklich, wenn ich von meinem Wohlstand etwas abgeben kann und weiß, dass es geschätzt wird. Und genauso kann ich mit meinem Essen jemandem – in diesem Falle Euch – eine Freude bereiten.

Joana: Du hast Dich auch schon bereit erklärt an einem botswanischen Kulturprojekt, welches sich auf der Plattform vorgestellt hat und nach einem Graphikdesigner suchte, mitzuwirken. Was hat Dich dazu gebracht?

Lui: Mir gefällt es meine Fähigkeiten weiterzugeben. Mich kostet es nur ein paar Stunden Zeit für dieses Projekt das Programmheft zu entwerfen. Ich bekomme von Bonty, der Projektleiterin, alle Informationen, die ich benötige und werde mit ihr gemeinsam – zwischen Berlin und Maun in Botswana – an den Details arbeiten. Ich mache etwas, was ich sowieso gerne mache und helfe damit auch noch jemand anderem. Das ist das Gute an betterplace: diese große Bandbreite von Sachen, die dazu führt, dass jeder etwas findet, was er beitragen kann.

Willkommen zurück, Nunni!

Auch wenn sie sich ihren Urlaub wirklich verdient hat – gut, dass Nunni wieder da ist! Als ich sie heute Morgen sah, musste ich sofort daran denken, wie verändert ihr die Seite nach 2 Wochen vorkommen muss.

Nunni und ich hatten gemeinsam damit begonnen, neue Projekte hochzuladen, sobald sie hereinkamen. Es war aufregend, sie als „Fremde“ zu empfangen, sie zu durchstöbern, sich mit jedem einzelnen vertraut zu machen, bis man den Punkt erreichte, wo einem alle vertraut erschienen.

Wie immer passierte scheinbar alles zur gleichen Zeit. Wir bekamen diese Projekte herein und wollten sie genau zu jenem Zeitpunkt hochladen, als die neue Version der Webseite herauskam und sich immer wieder leicht veränderte. Nachdem ich also ein paar Tage viel Spaß beim Hochladen der Projekte hatte, fiel mir auf, dass auf der Seite nicht alles so lief wie es sollte, und dass ich eine ernsthafte Testphase einlegen müsste. Einen Tag testen, einen Tag „projekten“, eine Stunde hier, eine Stunde da… bis die Grenzen so verschwammen, dass ich mich auf der Testseite auf der Suche nach „echten“ Projekten verlor und mich dabei ertappte, auf einen echten Blogeintrag mit einem Testkommentar antworten zu wollen…

Weil die Projekte nahezu komplett hochgeladen waren und die leichten Veränderungen immer mehr zunahmen, verbrachte ich mehr Zeit auf der Testseite. Nach ein paar Tagen kehrte ich zurück auf die echte Seite, um irgendwas zu machen, und es fühlte sich so an, als ob ich total den Anschluss verloren hätte. Alles schien sich so schnell zu bewegen. „Meine“ Projekte hatten sich verändert, Fotos waren entfernt worden, der jeweilige Bedarf war nicht mehr derselbe, Blogeinträge waren gepostet worden.

Aber zurück zu Nunnis Rückkehr. Mich würde brennend interessieren, ob sie sich auch so fühlt wie ich, als ich eine Weile „weg“ war. Klickt sie durch die Seiten, um zu sehen, was neu ist? Überfliegt sie die Worte, und fallen ihr die Lücken auf? Kommen ihr die Fotos verändert vor?

Allmählich finde ich es wirklich interessant, wie vertieft ich in all diese Projekte bin. Ich ertappe mich dabei, wie ich Gegenden recherchiere, die in langen Beschreibungen erwähnt werden und immer auf der Suche nach neuen Updates bin. Es geht sogar so weit, dass ich in meiner Freizeit darüber nachdenke (gut dass ich kein Sozialarbeiter bin…). Man kann fast schon von Abhängigkeit sprechen. Andererseits ist das hier bestimmt die beste der zur Verfügung stehenden Abhängigkeiten. Willkommen zurück, Nunni!

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PR / Marketing Workshop

Gestern saßen also alle, die Strategen und die Kreativen, das erste Mal zusammen an einem Tisch. Endlich hatten auch unsere Partner und Unterstützer die Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen. Zu diesem denkwürdigen Treffen waren erschienen: Jörg Rheinboldt (M10), Sabine Fischer, Julia Kranz und Christina Tachezy von Scholz & Friends, Iris Barth von DCFS, Axel Pfennigschmidt von der Agentur PULK und Till, Joana, Hannelore, Stephan, Moritz und ich von betterplace. Der Workshop stand unter einem gutem Stern (und das nicht nur, weil unser Moritz gestern Geburtstag hatte): man hat allen Beteiligten angemerkt, wie wichtig ihnen die Sache ist – und wie tief wir alle schon drin stecken! Anstatt sich an der Agenda entlang zu hangeln, ließ man die Situation zu einem sehr effektiven Marathon-Brainstorming eskalieren. Ohne zeitliche Begrenzung hätten wir wahrscheinlich tagelang durchdiskutiert. Ein heißes Thema war Zeitpunkt und Format des Launch-Events.

Fazit: Es gibt viel zu tun, packen wir’s an! Was für ein großes Glück, mit diesen starken – und humorvollen! – Partnern zusammen arbeiten zu können.

Fortschritte

Liebe Leute,

hier unsere wundervolle Tafel mit dem aktuellen Status. Es bewegt sich, langsam, aber sicher…

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P. S.: Im Bild ist ein Fehler versteckt. Wer ihn zuerst findet, bekommt eine Überraschung!

Der Tag X

 

Endlich ist es soweit! Nach Monaten der harten Arbeit und hitzigen Diskussionen haben wir jetzt die ersten, handverlesenen Freunde und Unterstützer zum Pre-Launch von betterplace.org eingeladen. Sie durchforsten unsere Seiten, geben detailiertes Feedback und hinterlassen Spuren: sie laden ihre eigenen Hilfsprojekte oder ihre Nutzerprofile hoch, und sind somit betterplace-„Pioniere“! Viel ist schon da, aber wenn man (wie wir) weiß, wieviel noch in der Pipeline steckt und was für aufregende Features in den Tagen und Wochen vor dem offiziellen Launch noch dazu kommen, muss man tatsächlich, wie Moritz es treffend ausgedrückt hat, von einem „Soft-Pre-Launch“ sprechen.

 

first day numbers

Für mich persönlich war die enge Zusammenarbeit mit den Menschen, die als erste ihre Projekte hochgeladen haben, in den letzten Wochen eine äußerst bereichernde Erfahrung. Weil wir alle Projekte per Hand eingeben mussten (Achtung: jetzt können sie direkt auf der Seite hochgeladen werden!), haben wir jeden einzelnen von ihnen ganz gut kennen gelernt. Als ich die Emails mit den Projektbeschreibungen durchlas und all die tollen Fotos sah, war meine erste Reaktion ziemlich gefährlich: Ich will alle unterstützen! (Vielleicht sollte ich ja froh sein, dass der Spenden-Button noch nicht da ist!) Ich hoffe, dass dieses Gefühl zu allen auf der Seite durchdringt. Das wird spätestens passieren, wenn man beginnt sich direkt für ein Projekt und die Menschen, die dahinter stehen, zu engagieren.