Archiv für Dezember 2007

Projekt der Woche: Nothilfe für die Opfer von Sidr in Bangladesch

morsheda_kailsen-01_profile.jpgAls am 17. November 2007 der Wirbelsturm Sidr auf die Südostküste von Bangladesch  zuraste, wurden durch die große Flutwelle nicht nur die Küstendörfer, sondern in Folge der massiven Windböen auch Teile des Landesinneren zerstört. Um die 2400 Tote waren zu beklagen (der bangladesische Daily Star spricht sogar von inoffiziellen 10.-15.tausend), über 3 Millionen Menschen sind von den Schäden direkt betroffen, von den Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation des Landes, insbesondere die Jahresernte, ganz zu schweigen. 

In dieser Situation rief die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg auch auf betterplace zu einer Spendenaktion auf. CARE stellte Trinkwasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung und verteilte Überlebenspakete mit Plastikplanen und Lebensmitteln unter den Betroffenen. Auf dem Projektblog berichtete die Projektverantwortliche Astrid Marxen über die Aktion, während eine andere Mitarbeiterin, die ein CARE-Team in Bangladesch begleitete, die Situation vor Ort beschrieb.

Die Nothilfe wurde von Daimler Financial Services Ag als Sponsor unterstützt. Zusätzlich fanden sich auf betterplace.org 135 Spender, die dafür sorgten, dass Trinkwasserpumpen, Plastikplanen und Essenpakete ihren Weg zu den Hilfsbedürftigen fanden. Die noch fehlenden Beträge werden von dem Projektsponsor Daimler Financial Services übernommen. Im neuen Jahr wiederum startet CARE ein langfristiges Wiederaufbauprojekt in Bangladesch.

Ein kleiner Nachspann: Der Wirbelsturm richtete auch schwere ökologische Schäden in dem einzigartigen Mangrovensumpfgebiet der Sundarbans an. Um einen Einblick in diese Region und ihre Bewohner zu bekommen, lohnt sich Amitav Ghoshs Roman Hunger der Gezeiten.

Zum Projekt auf betterplace

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betterplace junior spendet

bp_logo_junior1.jpgbetterplace junior war im letzten Monat der absolute Überraschungserfolg ! Gestern trafen sich die Jugendlichen, die während der Ferien in Berlin sind um die Erlöse der zwei Weihnachtsmärkte an die fünf vorher ausgewählten Projekte zu spenden. Leider konnten sie dies noch nicht im Namen der betterplace junior Gruppe machen, da die Gruppenfunktion technisch erst im Laufe der nächsten Wochen funktionieren wir, deshalb teilten sie sich auf und spendeten im eigenen Namen (für diejenigen, die gestern nicht mit dabei waren, haben wir Spendengelder aufgehoben und ihr könnt im Januar den „Spendenknopf drücken). Eingeschlossen der Geschenkegutscheine haben die Jugendlichen über 4.000 Euro eingesammelt – und der Erlös geht zu 100% in die Projekte (wir haben nur die Produktionskosten mancher Sachen abgezogen, andere – wie die Schokolädchen, haben wir selbst gespendet bekommen (Danke, Renée) und können den vollen Verkaufspreis weitergeben.Hier sind die jeweilgen Erlöse:

294,50 Euro für das Straßenkinderprojekt von CRO in Uganda

286,50 Euro für die Choki Art School in Bhutan

338 Euro für die Essenspakete für Aidswaisen verteilt vom South Coast Hospice in South Africa

240 Euro für Akinda, Berlin

304,5 Euro für Room to Read in Cambodia.

Insbesondere die Trikoton Schals und Armstulpen waren ein Riesenerfolg und wir sind praktisch ausverkauft (nur noch ein paar Schals sind zu haben). Meine Freundin Renate rief gleich nachdem sie von mir ein paar Stulpen geschenkt bekommen hatte an um drei weitere zu bestellen, Axel trug seinen Schal in der UdK spazieren und sammelte spontan Bestellungen für 6 weitere ein, Billy, eine zukünftige betterplace Volunteerin, wurde an einem Vormittag im Gallerie Lafayette von drei verschiedenen Menschen auf ihre Stuplen angesprochen und so reiht sich eine Geschichte an die andere.  2008 wird von betterplace junior noch viel mehr sehen!

Spenden schenken: die betterplace Weihnachts-Gutscheine

Alle Jahre wieder….schiebt man die Weihnachtseinkäufe vor sich her, wartet auf den Moment der kreativen Eingebung der nicht kommt, die Geschäfte werden immer voller, Menschenmassen in den Einkaufsstraßen, überall glitzert und blinkt es, und aus den Lautsprechern dudeln Lieder wie „walking around the christmas tree“, die man schon an Nikolaus nicht mehr hören konnte….

Auf den Punkt gebracht: betterplace bietet allen, die lieber von zuhause aus ihre Weihnachtseinkäufe erledigen noch bis fünf Minuten vor der Bescherung die Chance, Gutscheine für den guten Zweck zu kaufen.

Jeder Gutschein ist eine Spende an ein Hilfsprojekt bei betterplace. An welches Projekt das Geld gespendet werden soll, entscheidet der Beschenkte selbst. Eine geschenkte Spende also, mit der man seine/n Liebste/n zum Weltverbesserer machen kann.

Einfach hier klicken, Betrag bestimmen und abschicken.

Projekt der Woche: Sozialarbeit in Prostitutions- und Drogenszenen, Karo e.V.

Karo e.V. ist bei betterplace mit einem Projekt vertreten, das die Hilfe für Prostituierte in der Grenzregion Deutschland/ Tschechien absichern soll.

„Sexuelle Ausbeutung von Kindern, Zwangsprostitution, Frauenhandel, Drogen, AIDS – die illegale Prostitutionsszene in den Grenzgebieten hat viele hässliche Gesichter. Der Sextourismus boomt. Die kriminellen Machenschaften reichen bis hin zu Erpressung und Korruption, um ein entschiedeneres Eingreifen zu verhindern.“ schreibt Karo e.V, ein Verein zur grenzüberschreitenden Sozialarbeit in der Prostitution- und Drogenszene.

Frauen, die sich in der Grenzregion Deutschland/ Tschechien prostituieren, sind häufig Zwangsprostituierte, drogenabhängig und einige auch minderjährig. Sie werden ausgebeutet und leben ein menschenunwürdiges Leben. Karo bietet diesen Frauen Ausstiegsmöglichkeiten. Zwei- bis dreimal pro Woche fahren Vereinsmitglieder zu entsprechenden Orten und leisten Präventionsarbeit, beraten und betreuen die Betroffenen. Auch ein Notruftelefon wurde eingerichtet. Bei einem Anruf wird sofort reagiert – Wochenende, Feiertage oder Uhrzeit spielen dabei keine Rolle.

Wie wichtig ihre Arbeit ist, zeigen Mitarbeiter und Unterstützer von Karo in einer Video-Dokumentation.

Seit 1996 hat Karo e.V. 287 Frauen aus der Zwangsprostitution geholt.

Hier klicken und sofort mithelfen

betterplace juniors Weihnachststand

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Am gestrigen Sonntag hatte betterplace junior einen Stand auf dem Adventsmarkt am Kollwitzplatz in Berlin, Prenzlauer Berg. Es war ein toller Erfolg – nicht nur verstanden es die Jugendlichen sämtliche Marktbesucher zu ihrem Stand zu locken, unter anderem in dem sie Mandarinen mit dem betterplace Sticker verteilten und better place songs sangen, sondern ich war extrem davon beeindruckt, wie sie Interessierten betterplace und die Projekte erklärten, in die 100% des Gewinns fließt. Sie verkauften so viele betterplace t-shirts, Schals und Stulpen, Karten, USB-Sticks, Schokoladen und Gutscheine, dass insgesamt um die 1400 Euro an die fünf vorher ausgewählten sozialen Projekte in Bhutan, Berlin, Uganda, Südafrika und Kambodscha überwiesen werden kann.

Zugleich fand die Spontangründung von „betterplace bambini“ statt: Lucca und Tibi, 2 jüngere Freunde, hatten einen Stand neben uns aufgebaut, an dem sie ihre wunderschönen Basteleien verkauften und den Erlös auch zwei betterplace Projekten zugute kommen lassen werden.  Vielen Dank Euch allen – Aktionen mit Euch machen riesigen Spaß und ich freue mich schon auf die des Jahres 2008!

better christmas

Der jüngste Gast war die vier Monate alte Tana (das erste betterplace Baby!). Nach oben hin war alles offen. Und dazwischen wuselten die unglaublichen betterplace Juniors.

Joana und Stephan Breidenbach hatten das Team, die Freunde, Partner und die zahlreichen Unterstützer von betterplace zu sich in ihr großartiges Zuhause geladen. Begrüßt wurde man draußen von Fackeln und dann, drinnen, vom höchst professionellen betterplace Junior Team, das einem ständig neue Leckereien anbot.

Darüber hinaus verkauften die Juniors exklusiv die ersten Spenden-Gutscheine. Und natürlich T-Shirts und Schals und Stulpen mit dem betterplace-Singmuster.

Immer wieder gab es Aha-Effekte, wenn man zum bekannten Namen dann auch endlich das Gesicht kennen lernte. Es war ein sehr schönes Fest – vielen herzlichen Dank an Joana und Stephan für ihre Gastfreundschaft und dafür, wie liebevoll sie alles vorbereitet haben. Ein Riesendankeschön ganz besonders an betterplace Junior!

Über den Rest decken wir den Mantel des Schweigens… Gut zu wissen jedenfalls, dass man mit dem betterplace Team nicht nur die Welt verbessern kann, sondern auch ordentlich feiern.

Das Graffiti der Philanthropen

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In einem amüsanten Artikel nimmt die New York Times die neue Klasse der Philanthropen aufs Korn, die sicher stellt, dass auch wirklich jede wohltätige Spende mit ihrem Namen verbunden ist. Das neu eröffnete Theater der Shakespeare Company in Washington D.C. (aus dem auch das Photo stammt) betritt man durch:

the Arlene and Robert Kogod Lobby. From there you may choose to ascend to the orchestra level by taking either the Morris and Gwendolyn Cafritz Foundation Grand Staircase West or the Philip L. Graham Fund Grand Staircase East. (One wonders: Do the friends of the Cafritz family feel disloyal if they enter on the east side, running late, and choose to head up Phil’s stairs?)

Should you arrive with time for a drink before the curtain, you can linger near the James and Esthy Adler Orchestra Terrace West, or the less personal-sounding American Airlines Orchestra Terrace East. And don’t forget to check your bulky outerwear at the Cassidy & Associates Coat Room, before entering the Landon and Carol Butler Theater Stage to watch the performance.

Two long lists of names of benefactors also cascade down the front of the terra-cotta-colored facade. More are etched into the glass balustrades on the upper level.

Indeed, from top to bottom the new theater is all but covered in this graffiti of the philanthropic class. Attending a performance can be like leafing through somebody else’s high school yearbook. Who are all these people? Should I know? Should I care? How much would I have to give to get my name on, say, a drinking fountain? And would a urinal be cheaper?