Gutes tun durch Handyrecycling

„82 Mio. Deutsche haben 96,4 Mio. Handy-Verträge und telefonieren im Schnitt 202 Minuten pro Tag“ las ich heute in der Berliner Zeitung und musste sofort an die vielen Millionen Handys denken, die alljährlich defekt oder abgenutzt in diversen Schubladen oder Mülltonnen landen.

Und tatsächlich: „Rund 40 bis 50 Millionen alte oder defekte Handys lagern in deutschen Haushalten“ schreibt Vodafone – und hat sich für das Problem eine nachhaltige Lösung einfallen lassen:

Hier kann man sein altes Handy einschicken und entsorgen lassen. Den Erlös jedes recycelten Handys spendet das Unternehmen an eine gemeinnützige Organisation.

Und andere große Mobilfunkanbieter tun es ihm gleich: T-Mobile kooperiert beim Handyrecycling mit der deutschen Umwelthilfe und eplus mit den Maltersern.

Am besten aber gefällt mir Talk Greener, der erste CO2neutrale Handyanbieter. Hier kann man sein Handy nicht nur umweltfreundlich entsorgen und den Erlös dafür spenden, sondern auch noch umweltfreundlich telefonieren – und das zu fairen Tarifen.

TalkGreener errechnet den Stromverbrauch, der pro Kunde durch das Wiederaufladen der Akkus und die Sendeleistung der Mobilfunkmasten anfällt. Für diesen Stromverbrauch kauft TalkGreener CO2-Emissionszertifikate, die den Energieverbrauch der Handys kompensieren. Die CO2-Zertifikate stammen von UN-zertifizierten Energiesparprojekten und werden in erneuerbare Energien investiert. Jährliche Übersichten von TalkGreener bieten den Kunden Transparenz über Vorgehen und Verwendung.

Fünf Prozent der monatlichen Gesprächsumsätze bei TalkGreener werden an eine Umwelt- oder Wohltätigkeitsorganisation nach Wahl der Kunden gespendet.

Vorbildlich!

 

5 Responses to “Gutes tun durch Handyrecycling”


  1. 1 Basti Schwiecker 11. März 2008 um 19:08

    Hi Annika!

    Das mit den Recyclingangeboten ist auf jeden Fall ne feine Sache, aber was Talk Greener angeht bin ich doch recht skeptisch. Jeh nach Telefonierverhalten zahlt man mindestens 70% mehr als z.B. bei Simyo (keine Werbung, hatte deren Zahlen nur gerade im Kopf). Wenn man im Gegenzug davon ausgeht, dass die wohl höchstens 10%-15% (Schätzung aus dem Bauch heraus) ihrer Einnahmen in gute Zwecke investieren, so ist das Ganze eine extrem uneffiziente Methode Gutes zu tun, oder habe ich irgendwas übersehen?

  2. 2 annikapoloczek 12. März 2008 um 8:56

    Hallo Basti,

    als uneffizient würde ich das Konzept nicht bezeichnen – allein, dass Talk Greener CO2 Zertifikate kauft, um den Stromverbrauch der Handys zu kompensieren, finde ich einen ziemlich guten Ansatz.
    Und 5 Prozent der monatlichen Gesprächsumsätze (nicht erst der Gewinne!)an soziale Projekte zu spenden, finde ich enorm – über die Umsatzzahlen kann ja nur spekulieren, aber ich finde, dass man mit nur 10 Euro pro Monat schon einem Menschen helfen kann.
    Klar, die Tarife sind natürlich etwas höher als andere. Aber wenn ich mir überlege, dass ich allein 20 Cent pro SMS bezahle….
    Leider gibt es eben Umweltschutz und soziales Engagement noch nicht zu Discounterpreisen.
    Was jedenfalls zählt, ist der Ansatz – und irgendwo muss man Talk Greener als ForProfit Unternehemn ja auch ein bisschen Gewinn zugestehen, oder😉

  3. 3 Basti Schwiecker 12. März 2008 um 11:18

    Hi Annnika!

    Will das gar nicht schlecht reden, aber in meiner Rechnung könnte man halt viel mehr Gutes tun, wenn man beim Mobilfunkoprovider den günstigsten nimmt und das gesparte Geld spendet. Grundidee: Wenn ich bei Talkgreener 17 € im Monat bezahle, dann gehen davon wohl irgendwas zwischen 1 und 3 € an den guten Zweck. Bei Simyo (oder ähnlichen Anbietern) würde ich bei gleicher Telefonierdauer allerdings nur 10€ bezahlen, d.h. ich könnte dem guten Zweck 7 € zukommen lassen und würde dafür auch noch ne Spendenquittung bekommen. Somit würde man die „Effizienz“ um mehr als 100% steigern.

    Das Problem dabei ist natürlich, dass die meisten Leuten dann einfach vergessen, dass sie die 7 € Spenden wollten…

  4. 4 annikapoloczek 12. März 2008 um 12:29

    ja, da hast du recht – traurige Wahrheit….

  5. 5 Chris 5. November 2008 um 22:13

    Noch besser ist es ja nun, da man jetzt bei http://www.asgoodas.nu direkt an betterplace.org Projekte spenden kann. ;o)


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