Ach, wären wir doch so wie betterplace!

Heute legte die Welthungerhilfe und die Kindernothilfe in Berlin, gemeinsam mit 14 weiteren Erstunterzeichnern, einen Neun-Punkte Plan für mehr Transparenz und Offenheit vor. Nach dem UNICEF-Skandal wollen die Organisationen bis Jahresende einen Verhaltenskodex erarbeiten. Geklärt werden sollen u.a. die Stärkung des Spendensiegels, sowie eine niedrigere Obergrenze für Verwaltungs- und Werbeausgaben. Genaueres wird man wohl erst zu Jahresende erfahren (kleine Frage: Wieso brauchen die dafür so lange?).

Währenddessen wird in der englischsprachigen blogsphäre schon seit geraumer Zeit die Rolle des Internets, insbesondere des Web 2.0. für den NGO Sektor rege diskutiert – u.a. immer wieder von Giulio Quaggiotto auf dem lesenswerten Private Sector Development Blog. Dort stieß ich heute auf einen blogpost auf Wikinomics, dem Begleitblog zu dem gleichnamigen Buch von Don Tapscott und Anthony Williams.

Offensichtlich wurde Williams von den gleichen Hilfsorganisationen konsultiert und beschreibt in seinem blogpost, worauf es in Zukunft für traditionelle Hilfsorganisationen ankommen wird:

„… to embrace greater openness and transparency with regard to how they spend donor’s money and how they wield influnce in developing countries. Organizations such as Intelligent Giving are giving donors more information, while others like Global Giving and Kiva are giving people the option to bypass established NGOs … The trend towards increasing transparency is putting pressure on NGOs to find new ways to maximize the impact of their effords to address issues like poverty alleviation and climate change.“

Hallo Welthungerhilfe, Kindernothilfe und alle anderen Unterzeichner der heutigen Deklaration – registiert Euch auf betterplace.org und werdet so transparent wie nie zuvor!

4 Responses to “Ach, wären wir doch so wie betterplace!”


  1. 1 Hans-Jürgen Cramer 7. April 2008 um 21:21

    …dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Hoffen wir, dass die Einsicht in die Notendigkeit schnell wächst. Warum sollten also nicht Lösungen genutzt werden, die schon realisiert worden sind? Hoffen wir, dass die etablieren Hilfsorganisationen das Lernen von anderen nicht verlernt haben.

  2. 2 Katja Korf, Kindernothilfe 16. April 2008 um 14:41

    Hallo!
    Eine kurze Antwort auf die kleine Frage: Wenn viele sich abstimmen, dauert es seine Zeit, bis etwas Solides und Gutes dabei herauskommt. Wir nehmen Transparenz viel zu ernst, um das mal eben so zu erledigen. Die Kindernothilfe für sich hat unabhängig vom Kodex für die ganze „Szene“ schon Transparenzstandards – wie auch andere Organisationen. Wir tragen seit 1992 das DZI-Siegel. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) hat uns 2007 ihren Transparenzpreis verliehen. Und werden natürlich auch bei der Entwicklung des neuen Kodex weiter an der Transparenz arbeiten und dazu lernen🙂
    Übrigens: Wir haben bereits eines unser Projekte bei betterplace eingestellt – ein Projekt gegen Beschneidung in Äthiopien.
    Viele Grüße!

  3. 3 aishahland 22. April 2008 um 9:29

    Hallo Frau Korf, vielen Dank für Ihr Feedback. Sie haben Recht – gut Ding will Weile haben, vor allem, wenn so viele beteiligt sind. Das merken wir auch bei betterplace. Täglich lernen wir dazu, nicht zuletzt von den Organisationen auf der Plattform. Übrigens: Es freut uns nicht nur, dass die Kindernothilfe auf betterplace vertreten ist. Wir haben uns außerdem mit ihr über den Transparenzpreis gefreut! (siehe Annikas Blogpost vom 10. Dezember 2007:
    https://betterplacede.wordpress.com/2007/12/10/kindernothilfe-ev-gewinnt-transparenzpreis)/
    Beste Grüße, Aishah El Muntasser


  1. 1 better Party « betterplace.org de Trackback zu 15. April 2008 um 15:55

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