Wir und die Alumni der BMW Stiftung

Till und ich waren gestern bei der BMW Stiftung Herbert Quandt eingeladen, auf einen Alumni-Tag zum Thema „Towards Responsible Leadership in a Globalized World“. Neben uns kamen auch Frauke vom self Hub, Paula von 3plusX, Claudia von dem Mentorenprogramm Big Brothers Big Sisters und die CSR-Beraterin Petra von der Wertschmied Group – allesamt spannende Mitstreiter.

Wir erwarteten, dort auf 100 motivierte Studenten zu treffen, denen wir ein bisschen über uns erzählen würden. Als wir jedoch ankamen, standen da 5o Führungskräfte der deutschen Wirtschaft , denen wir kreativen Input in Sachen soziales Engagement geben sollten. Nach kurzer Verwirrung und einem kurzen Vorlauf in Sachen „Warmwerden“, wurde der Tag doch noch sehr spannend – und wir konnten viel lernen von den „globalized leaders“, die sich gerne nach aussen hin so offen zeigen, tief im Innern aber oft konservativer sind, als wir vermutet hatten….

Markus Hipp, der geschäftsführende Vorstand der Stiftung, begrüßte die Meute unerwartet locker mit seinem sehr sympathischen schwäbischen Akzent – und gab in einer kurzen Gesprächsrunde mit Hans Fleisch, dem Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, den ersten spannenden Impuls: Die Zeitschrift Chrismon nämlich stellte in ihrer letzten Ausgabe die Frage „Was tun, wenn die Zeit knapp wird?“. Die Mehrheit der Befragten antwortete, sie wolle sich zumindest einmal im Leben gemeinnützig engagieren.

Frank Trümper, Geschäftsführer der Organisation Common Purpose, legte motivierend nach mit seinem überzeugenden Impulsreferat über Möglichkeiten und Verantwortung von Führungskräften:

Unsere immer komplexer werdende Gesellschaft sehe er nicht als Problem, sondern als Möglichkeit und Lösung: die Wirtschaft sei heute nicht mehr allein für die Schaffung von Arbeitsplätzen zuständig, genauso wie Bildung nicht mehr nur die Aufgabe der Lehrkräfte sei. Je weiter man die Karriereleiter erklimme, desto bewusster sollte man deshalb die Vielfalt gesellschaftlicher Bedürfnisse wahrnehmen und über den beruflichen „Tellerrand“ hinausblicken – also Verantwortung übernehmen. Denn Glück habe weniger zu tun mit materieller Wohlfahrt, sondern vielmehr mit einem gelungenden Leben.

Als wir uns darauf, nach einer zweiminütigen Kurzvorstellung unserer Projekte, den Fragen der Alumni stellten, merkten wir, dass noch weitere Impulse von Nöten sein würden, um diese von neuen Ideen für eine bessere Welt zu überzeugen. In der abschließenden Feebdackrunde wurden Kommentare laut wie, „die finanzielle Absicherung von sozialen Projekten ist eben schon wichtig“, oder „ich frage mich bei manchen der Organisationen hier, ob sie in zwei Jahren überhaupt noch existieren“ (der selbe Mensch meinte etwas später auch, er würde sich einen stärkeren Bezug der BMW Stiftung zum Unternehmen BMW wünschen – und über einen Rabatt beim Autokauf würde er sich auch nicht beschweren….und, dass soziales Engagement eben schon anfange, wenn man sich für den Bau eines Spielplatzes auf dem Golfplatz einsetze…). Tja, wer nicht wagt…..

Fazit des Tages: Spannende Vorträge und interessantes Feedback von einer neuen Front. Ich werde mir jedenfalls die Impulse von Frank Trümper und Hans Fleisch zu Herzen nehmen und ganz den Ergebnissen der Umfrage von Chrismon vertrauen. Denn Menschen sind nach einer Studie der Deutschen Bank dort am glücklichsten, wo sie sich am meisten vertrauen.

2 Responses to “Wir und die Alumni der BMW Stiftung”


  1. 1 Renate Back 4. Mai 2008 um 8:01

    Die guten Vorsätze der Führungskräfte finde ich gut. Wenn sie doch schon umgesetzt wären.
    Diese Leute könnten viel von den Chefs des Mittelstandes lernen. Viele von denen betrachten (Gottseidank) Ihren Betrieb und Ihre Mitarbeiter noch als Familie und nicht das Personal als notwendiges Übel, wie es in den großen Firmen ist.

    Bleiben Sie dran.

  2. 2 annikapoloczek 5. Mai 2008 um 7:55

    Danke, das werden wir!!


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