Helft Birma!

Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Care starteten wir vor einigen Tagen eine Hilfsaktion für die Überlebenden des Zyklons in Birma, bei dem Schätzungen zufolge etwa 100.000 Menschen ums Leben gekommen sind. 1,5 Millionen unmittelbar Betroffene kämpfen mit den Folgen der Katastrophe. Bei Spiegel-Online las ich gerade, dass erste Fälle von Cholera aufgetreten sind.

In wenigen Tagen wurden bei betterplace 5.600 Euro für Überlebenspakete gespendet! Und wir stehen mit der Aktion erst am Anfang.

Natürlich werden wir gefragt, ob die Hilfe über betterplace auch tatsächlich ankommt – berechtigterweise, denn die Militärjunta Birmas behindert nach wie vor die Hilfe internationaler Organisationen.

Mit Care haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden: die Organisation ist mit 500 Mitarbeitern direkt im Katastrophengebiet. Alle Spendengelder, die über betterplace zusammen kommen, werden entweder in Deutschland für medical kits ausgegeben, die dann nach Birma transportiert werden – oder das Geld wird nach Birma transferiert, und von Care-Kollegen vor Ort für die Beschaffung von Hilfsgütern auf dem lokalen Markt ausgegeben.

Frau Marxen, Referentin bei Care, meint dazu: Grundsätzlich ziehen wir es vor, die Hilfsgüter nach Möglichkeit vor Ort zu beschaffen, um zum einen Transportkosten zu sparen und zum anderen, was auch ganz wichtig ist, die lokalen Märkte zu stärken.“

Frau Marxen versorgt uns täglich mit aktuellen Informationen aus dem Gebiet. Hier könnt ihr nachlesen, wie die Hilfe vor Ort vorangeht.

+++ Mittwoch, 14. Mai 2008 +++

CARE startet eine weitere Verteilung in Thaketa und erreicht damit 100 Familien. Auch hier: Kerzen, Zahnpasta, Zahnbürsten, Kleidung, Seife, Handtücher und Reis für die Überlebenden. Während der Verteilung erklären CARE-Mitarbeiter die Bedeutung von einfachen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, was für viele Birmesen nicht alltäglich ist. Zwei LKWs von CARE – mit 1.000 Überlebenspaketen und 5.000 Moskitonetzen beladen – verlassen Rangun in Richtung Pathein. Die Zahl der Toten steigt offiziellen Angaben nach auf 34.000. 27.000 Menschen werden weiterhin vermisst. Die Wetterprognose lässt die CARE-Mitarbeiter erschauern. Ein großer Sturm zieht in der Bucht von Bengalen auf. Heftige Regenfälle werden für Myanmar in den nächsten Tagen vorhergesagt. Die Monsunzeit steht vor der Tür.

+++ Donnerstag, 15. Mai 2008 +++

Das Staatsfernsehen in Birma erhöht die offiziellen Zahlen auf mehr als 43,328 Tote und 27.838 Vermisste. Unabhängige Experten weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Zahlen weit darüber liegen könnten. Insgesamt sind 1,5 Millionen Birmesen von dem Zyklon direkt betroffen. 40 Townships in der Rangun Division und 7 Townships im Irrawaddy-Delta zählen noch immer zu den Katastrophengebieten. CARE arbeitet mit dem WFP in drei der betroffenen Townships zusammen und macht fieberhaft geeignete Lagerhallen für weitere Knotenpunkte der Versorgung in Pathein ausfindig.

+++ Freitag, 16. Mai 2008 +++

CARE arbeitet ununterbrochen mit der UNO und den anderen humanitären Organisationen zusammen, um die Verteilung von Nahrung und Wasser noch effizienter gestalten zu können. Auf einer Bundespressekonferenz informiert das Hilfsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ über die durchgeführten Hilfsmaßnahmen. Moritz Wohlrab, Medienkoordinator von ADH, war eine Woche in Birma und berichtet von der Arbeit vor Ort. Er ist erschöpft, aber zuversichtlich: „Es wird Hilfe geleistet, und die Hilfe kommt an.“

1 Response to “Helft Birma!”


  1. 1 Hans-Jürgen Cramer 17. Mai 2008 um 8:59

    Ich möchte mich bedanken: Einerseits bei allen Helfern, die vor Ort sind, um die Hilfslieferungen dorthin zu bringen, wo sie wirklich gebraucht werden und die sicher stellen, dass die Hilfslieferungen auch tatsächlich ankommen. Der Dank gilt sicher auch denjenigen, die in vielen Ländern, auch in Deutschland, mithelfen, Hilfe zu organisieren. Durch die schlaglichtartige, tägliche Kurzmitteilung bekommt man einen Eindruck von den Problemen und Nöten, gleichwohl auch von den Fortschritten, die gemacht werden. Es entsteht damit auch ein Gefühl Teil einer Hilfskette zu sein, die von „mir“ über viele Stationen und Menschen direkt nach Birma reicht. Es motiviert mich, noch mehr zu tun, als bisher schon geschehen. Hans-Jürgen Cramer


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