Studenten der HfG und UdK: Klo-Design zwischen Karlsruhe und Berlin

Kleiner Zusatz zum Workshop mit Jack Sim, Werner Aisslinger und der Gruppe Design-Studenten am vergangenen Dienstag:

Johannes Boie hat über das betterplace Gemeinschaftsprojekt und den ‚Toilet Man‘ Jack Sim (Boie: „…obwohl er ein Problem hat – vieles von dem, was der Mann sagt, klingt zum Lachen.“) für jetzt.de einen sehr schönen Artikel geschrieben.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Zusammenarbeit der jungen Designer um Werner Aisslinger (Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe) und Axel Kufus (Universität der Künste, Berlin) gestaltet. Und noch gespannter auf das Klo-Design / Design-Klo. Zwei Semester haben die Studenten der HfG und UdK dafür Zeit.

3 Responses to “Studenten der HfG und UdK: Klo-Design zwischen Karlsruhe und Berlin”


  1. 1 Hans-Jürgen Cramer 27. Mai 2008 um 20:36

    … normalerweise will Mann/Frau nur mit Toiletten zu tun haben, wenn es heißt: „Jeder muss mal“… also warum beschäftigen sich bei betterplace plötzlich Menschen mit dem Thema? Warum ein Workshop, warum Design, warum Einladungen zu einem Arbeitsessen mit Industrie, Politik, Kunst, Hochschule …..
    Der Name ist Programm: Machen wir die Toilette (und nicht nur die) zu einem betterplace!

    Meine eigene Annäherung an diese Thematik ist vielleicht symptomatisch: Zunächst Irritation über die Thematik, dann Ungläubigkeit der Dimension gegenüber, dann der Impuls einer Handlungsaufforderung… und nun (wenn auch randständiger)Teil des Teams, welches sich um eine systematische Vorgehensweise, um Realisierung der Idee und Umsetzung des Projektes kümmert. Die Menschen, die heute ohne eine Toilette auskommen müssen, haben es verdient, dass wir uns um diese Thematik kümmern – nicht im Sinne des Besserwissers, nicht arrogant, nicht westlich-überstülpend aber sehr wohl unsere Sensibilität, unsere Ausbildung, unser Wissen und unsere Kontakte nutzend. Und dies mit Eile – denn unsere reiche Welt hat das Problem zu lange ignoriert. Viele haben das erkannt – und viele wirken an der Lösung mit. Es ist sehr interessant, davon ein kleiner Teil zu sein.
    Jetzt.de hat das in dem Artikel, der wirklich lesenswert ist, gut recherchiert und auf den Punkt gebracht. Es wird spannend zu verfolgen sein, wie was wann skizziert, ausprobiert, realisiert und installiert werden wird… und es wird schön sein zu sehen, wenn jeder mal muss und dies auch so geschehen kann, dass er/ sie kann.

  2. 2 aishah 28. Mai 2008 um 14:02

    Lieber Hans-Jürgen, ja, ich denke so ähnlich wie dir geht es den meisten anderen Menschen auch mit der Thematik. Ich finde es spannend, mitzuerleben, wie das sogenannte Tabu im Kopf überwunden wird. Und dann der Schock, dass ein Problem mit derartigen Dimensionen und Implikationen global so ignoriert wird! Über Sch*** zu sprechen ist eine Sache (man erlebt, wie sehr allein das schon die Leute zu befreien scheint), was dagegen tun eine andere. Insofern habe ich Hochachtung vor Jack Sim – und all den anderen, die an diesem konkreten Projekt beteiligt sind. Alle Beteiligten haben dazu ihre persönliche Hürde überwunden, bei den einen ist sie größer, bei den anderen kleiner. Nicht zuletzt hilft die Hürde (der Tabu-Bruch?!), denn sie erzeugt Aufmerksamkeit. Und, wenn man ein Mal auf der anderen Seite ist, kann man nicht mehr zurück. Keiner weiß das besser als Jack! Ich finde es toll, dass wir die jungen Designer dabei haben. Einer hat im Zusammenhang mit der Klothematik den Begriff „Lebens-Design“ ins Spiel gebracht. Das trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Gruß, Aishah

  3. 3 Hans-Jürgen 30. Mai 2008 um 21:46

    Liebe Aishah,
    vielen Dank für deine mitfühlende Antwort. Ich denke, die Skizzierung von dir trifft den Punkt – aber kann einen (mich) dann doch nicht richtig zufrieden stellen: Haben wir nicht eigentlich zu lange bis zu diesem Punkt des Handelns gebraucht? Beim Rückblick kommt auch ein wenig Beschämung auf… Aber zugleich ist das auch ein Handlungsimpuls, es zu ändern, den Zustand der eigenen Beschämung zu wenden… und sich einzumischen in eine Thematik, die allemal der Mühe wert ist. Sei auch herzlich gegrüßt, Hans-Jürgen


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