Generation Großzügigkeit

briefing_2009_02

Die neueste Studie der Amsterdamer Trendscouts trendwatching.com macht den richtigen Aufschlag fürs Jahr 2009: 

Generation Generosity proklamiert Großzügigkeit zum wichtigen gesellschaftlichen und unternehmerischen Attribut.

Giving is the new taking, and sharing is the new giving 

Im Zuge der immer  stärker einbrechenden Weltwirtschaft hat sich das Misstrauen von Konsumenten gegenüber Unternehmen nochmals verstärkt: Gerade mal 13% aller Amerikaner trauen großen Unternehmen, dreiviertel aller Konsumenten gehen davon aus, dass Werbung lügt. 

Zugleich erleben wir, dass ein anderer Umgang mit Besitz und Wissen möglich ist: in der Online-Kultur sind Millionen von Menschen damit beschäftigt zu teilen, zu geben, gemeinsam zu entwickeln – und zwar überwiegend kostenlos. In dieser Online-Kultur finden sich Menschen bestätigt und gewertschätzt, sie sind Teil eines größeren Ganzen und können mit kleinen Mitteln Wandel erreichen (s. Obama-Effekt).

Und diese Kultur ist keine Eintagsfliege und keine Modeerscheinung. Wie Online Guru Kevin Kelly schon vor einigen Jahren sagte: „online culture is the culture“.

Für die, die dabei skeptisch dreinschauen:

  • Auf Flickr  – mit 33 Millionen Nutzer und mehr als 3 Milliarden Fotos  – werden minütlich 3.087 Fotos hochgeladen.
  • Wikipedia hat 8,687,877 angemeldete Nutzer, von denen 144.788 auf den 15.741.616 Seiten aktiv waren.
  • Jeden Tag werden 1 Milliarde Videos auf youtube angesehen – und das war letztes Jahr! (Allein meine Kinder schauen bestimmt 20 – 30 pro Tag)
  • Auf Trivadvisor finden sich 20 Millionen Hotelrezensionen.
  • Allein auf WordPress bloggen, während ich dies schreibe, 197,066 Menschen.

Von Online Lernen

Das Geheimnis für Unternehmen besteht nun darin, dass sie sich dieser Kultur der Großzügigkeit zu eigen machen. Wie das aussehen kann, dazu bietet der – natürlich kostenlose – Trendreport unzählige Beispiele:

Der für uns bei betterplace.org relevanteste:

Co-Donate

Viele Unternehmen wie Whole Foods (Für jeden Kunden, der seine eigene Einkaufstüte mitbringt, spendet das Unternehmen an lokale Sozialinitiativen) oder Pfandtastisch Helfen (von unseren Verbündeten bei den Sozialhelden) haben damit begonnen ihre Konsumenten einzuladen, mit ihnen gemeinsam zu spenden und Gutes zu tun.

Für Tripadvisers More than Footprints Aktion, stellte die Firma 1 Mio. US$ zur Verfügung und ließ Kunden zwischen 5 verschiedenen Hilfsorganisationen als Empfänger auswählen (Ärtze ohne Grenzen erhielt die meisten Stimmen und damit die meisten Dollar).  

Ein kalifornisches Bauunternehmen baut für jedes Haus, welches es in den USA verkauft, ein weiteres in Burkina Faso. TOMS Shoes verkaufen fair-getradete Hausschuhe und verschenken ebenfalls für jedes verkaufte Paar eines an bedürftige Kinder – beide Beispiele folgen dem berühmten Modell von One Laptop per Child.

Weitere Trends, die der Report als typisch für die Generation G beschäftigen sich mit ECO-GENEROSITY (Verantwortung für den ökologischen Fußabdruck der gekauften Waren), FREE LOVE (the art of giving away your stuff to consumers) oder Brand Butlers (Unternehmen nutzen ihre Marke um Konsumenten das Leben zu erleichtern, z.B. indem Ikea Dänemark Kunden große Lieferantenfahrräder im Ikea-Look zur Verfügung stellt, um ihre Einkäufe nach Hause zu fahren.)

Sich an Generation G anzudocken, so die Autoren, ist für Unternehmen nicht mehr einfach nur „nice to have“, sondern eine grundsätzliche Notwendigkeit:

if you want to stay relevant in societies that value generosity, sharing and collaboration. Joining obviously entails more than adding a social responsibility or sustainability department; it means adopting a generous mind- set that permeates every interaction with your community, with your employees, with your customers, with, wait for it, your ‘stakeholders’. Nothing more or less than a holistic approach to generosity and business.

 Just do it

Genau hier setzt auch betterplace.org an. Bei uns können Unternehmen ihre Mitarbeiter und Kunden zum gemeinsamen Spenden für einen guten Zweck auffordern: zum Beispiel mit Gehaltsabrundungen, dem so genannten Teaming

Mehr Infos dazu gibt es hier.

Ihr Laden und Sie für ein betterplace Projekt

Zudem knüpfen wir strategische Partnerschaften zwischen kleinere und größere Unternehmen mit ausgewählten sozialen Initiativen. So gehen 100% des Verkaufserlöses einer Schmucklinie der Hamburger Goldschmiedin Lena Schüler in diverse betterplace Projekte. Ebenso sind wir gerade dabei mit dem Berliner Kinderkaufhaus Emma&Co eine Projektepatenschaft in die Wege zu leiten.

info 

 Wir freuen uns über jeden der mitmacht – mit seinem Blumenladen, seiner Bäckerei oder seiner Anwaltskanzlei! Also, einfach über jb@betterplace.org in Kontakt treten und brainstormen.

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